Auszug aus Christine Kaufmann “Zeitlos schön – Make-up und Styling für die Frau ab 40″

Wasser für die Seele

Wasser für die Seele

Kostbares Wasser

Wasser ist wesentlich kostbarer als Gold. Es ist neben Licht und Luft und Nahrung eine der Stützen unserer Gesundheit. Das ist mittlerweile eine altbekannte und weitverbreitete Erkenntnis. Die wohltuende Wirkung des Wassers im Kosmetikbereich ist jedoch nicht direkt zu erkennen. Obwohl in der Zwischenzeit geradezu eine Wassermanie ausgebrochen ist, vor allem hier in Europa, wo wir zum Großenteil Wasser in Überfluss haben, wissen wir eigentlich immer noch nicht, wie es optimal verwendet wird. Denn in kosmetischer Hinsicht ist Wasser auf der Haut schlecht. Waschen Sie Ihr Gesicht mit Wasser, ohne es vorher oder nachher noch eigens zu behandeln, so sind Sie im Anschluss daran runzliger als zuvor. Das viele Baden macht die Haut trocken und das Gewebe schlaff. Wofür ist Wasser also gut?
Vor allem sorgt es für den inneren Ablauf unserer Lebensflüsse. Daher auch die Regel mit den acht Gläsern Wasser, die man täglich mindestens zu sich nehmen soll. Dieser Grundsatz wird von den fernöstlichen Ärzten bestritten. Die mir bekannten asiatischen Ärzte sagen, dass das viele kalte Mineralwasser ungesund sei. Im Zusammenhang mit Make-up und Styling hat dem zufolge nur eines Gültigkeit: heißes Wasser so lehrt die ayurvedische Medizin, reinigt den Körper von innen. Ein reiner Organismus hat eine saubere, strahlende Haut und ist damit die ideale Basis für ein gelungenes Make-up.
Bei der Behandlung der Haut mit Wasser sollte man das erfrischende Nass vorsichtig verwenden, denn es gilt, das Austrocknen der Haut zu verhindern. Gesicht und Körper müssen entweder vorher eingeölt oder nach jeder Reinigung sorgfältig eingecremt werden.

Den Körper modellieren

Die Behandlung mit Wasser ist eigentlich eher im Sinne der Kneippkur zu verstehen. Hierbei dient Wasser als Anreiz für die Durchblutung, was sich mehrfach vorteilhaft auswirkt. Am Körper ist es klar: Kaltes Wasser ist nicht nur gesund, es strafft auch. Sicher ist zudem, dass zum Beispiel die Beine sofort schmaler werden, wenn man sie mit kaltem Wasser abspült. Dabei sollte man den Wasserstrahl immer in Herzrichtung über den Körper führen. Diese Anwendung festigt auch die Innenseite der Schenkel und die Unterseite der Oberarme. Wer also zusätzlich zur regelmäßigen Gymnastik noch kaltes Wasser anwendet, kann diese anfälligen Zonen in Schach halten.

Ein besonderes Bad

Die subtilste Art, sich durch Wasser zu verschönern, ist das Dampfbad: Es trocknet nämlich die Haut nicht aus. Wenn man einen sehr wichtigen Auftritt vor sich hat, so ist ein Dampfbad die optimale Ganzkörpervorbereitung für Make-up und Styling. Doch wie können Sie diese ohne einen Besuch in einem orientalischen Hammam bewerkstelligen? Ganz einfach!

Das Dampfbad in Ihrem Badezimmer

1. Nehmen Sie sich Zeit, legen Sie schöne Musik auf, und schließen Sie die Badezimmertür. Dies sollte auch eine Mutter beherzigen, denn etwas Luxus tut jeder Frau gut und hebt die Stimmung ungemein.
2. Legen Sie in Reichweite drei große Frotteebadetücher bereit.
3. Setzen Sie sich auf den Badewannenrand oder in die Wanne, und waschen Sie sich mit einer fetthaltigen Seife. Seifen Sie alle Körperteile ein, die Sie für waschbedürftig halten – Füße, Hände und was man auf Englisch the smell parts (die „anrüchigen“ Zonen) nennt.
4. Reiben Sie Ihren Körper mit Arganöl ein, und massieren Sie sich kurz mit einem „Rubbelhandschuh“. Die Streichrichtung sollte dabei immer in Richtung Herz führen. Vergessen Sie die leider meist etwas vernachlässigten und unansehnlichen Ellenbogen nicht.
5. Lassen Sie jetzt heißes Wasser über eines der großen Handtücher laufen. Nehmen Sie nur so viel Wasser, wie Sie brauchen, um das Tuch gut zu durchnässen. Ich füge dem Wasser immer noch einige Tropfen duftender Orangenblütenessenz bei.
6. Wringen Sie das Handtuch aus und bedecken Sie Körper und Kopf mit zwei Tüchern. Erst legen Sie das feuchte Tuch auf, dann hüllen Sie sich in eines der trockenen Tücher. Bleiben Sie unter den Tüchern, solange es gemütlich ist. Wichtig ist, dass Sie den Dampf auch einatmen.
7. Danach den Körper mit einem trockenen Tuch abreiben, bevor Sie sich mit einer Essenz oder der Klopfmassage erfrischen.
8. Cremen oder ölen Sie sich zuletzt mit einer Fett- oder Feuchtigkeitsmischung ein. Fangen Sie an der Halspartie an und arbeiten Sie sich bis zu den Füßen vor.

Für eine effiziente Harmonisierung des Feuchtigkeitsgehalts muss die Haut neben der äußerlichen Pflege auch von innen versorgt werden: Gönnen Sie sich also zum Abschluss ein Glas Wasser! (…)

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