Auszug aus Christine Kaufmann “Lebenslust – Die Pflege der erwachsenen Schönheit”

Schönheitsprobleme und ihre möglichen Ursachen

(…) Vielleicht waren Sie gestern Abend ein ganz braves Mädchen: haben keinen Alkohol getrunken, nicht zu viel geraucht, nicht zu spät gegessen, sind früh – und alleine – zu Bett gegangen und haben sich richtig ausgeschlafen.
Und heute früh?
Schaut Sie im Badezimmerspiegel eine Person an, die aussieht, als habe sie die Nacht unter Brücken verbracht: verquollene Augen, schaurige Tränensäcke, schlaffe, fahle Haut. Und Mundgeruch. Wie konnte das geschehen?
Im Geiste gehen Sie Ihr übliches kleines Sündenregister durch und sind sich keiner Schuld bewusst.
Doch halt! Plötzlich fällt Ihnen Ihre neue, überaus kostspielige Nachtcreme wieder ein. Ob die etwa…
Und sofort rennen Sie zu Ihrer Kosmetikhandlung, um sich ein anderes Pflegepräparat empfehlen zu lassen. Wo doch die Nachtcreme von gestern Abend ganz offensichtlich für Ihr schlechtes Aussehen verantwortlich ist.
„Schlechtes Aussehen“ kann jedoch ganz andere Ursachen haben. Vielleicht haben Sie sich auf Ihrer letzen Ferienreise (die vor lauter Alltagsstress schon fast wieder vergessen ist) eine Störung der Darmflora zugezogen – und die macht sich nun als plötzliche Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel bemerkbar.
„Richtig krank“ sind Sie nicht.
Aber Ihre Befindlichkeit ist gestört. (Und dabei kann es sich durchaus um die Vorstufe einer Krankheit handeln.)
Nachdem die neue Nachtcreme das Wunder verweigert, das Sie fälschlicher Weise von ihr verlangen, werden Sie Ihre Kosmetikerin aufsuchen oder Ihren Arzt.
Eine Enttäuschung ist Ihnen sicher.
Solange Sie nicht in etwa selber wissen, welche Faktoren – einzeln oder in Kombination miteinander – für die plötzliche Veränderung Ihres äußeren Erscheinungsbildes und das Nachlassen Ihrer Attraktivität verantwortlich sein könnten, werden „Fachleute“ erst recht lange Zeit im Dunkeln tappen.
Verzagen Sie nicht. Sie sind auf dem richtigen Weg. Denn wenigstens ist Ihnen aufgefallen, dass Sie schlecht aussehen, und Sie haben der Versuchung widerstanden, alles mit Schminke zuzukleistern. Sie haben gut daran getan, die Signale Ihres Körpers wahrzunehmen – auch wenn es sich „nur“ um ein Schönheitsproblem zu handeln scheint.

Gehen Sie noch einen Schritt weiter.
Ich empfehle Ihnen, einige Zeit über alles – und zwar wirklich alles – Buch zu führen, was Sie im weitesten Sinne des Wortes „zu sich nehmen“.
Tragen Sie alles täglich mindestens zwei Wochen lang – besser noch vier, um auch die monatliche Schwankungen Ihres Hormonhaushaltes einbeziehen zu können – ein, und das Ergebnis wird aussagekräftiger sein als die sorgfältigste Routineuntersuchung Ihres Hausarztes.
(Ich habe mit dieser Methode zum Beispiel schnell herausgefunden, dass ich unter einer Weizenallergie leide und auch bestimmte Weinsorten schlecht vertrage.)

Tagebuch
Ihre Eintragung sollten Sie wie folgt rubrizieren:

Nahrungsmittel:
Notieren Sie selbst solche Speisen und Getränke, die Sie für „garantiert verträglich“ halten; zum Beispiel die Marke Ihres Mineralwassers und des Kaffees, den Sie trinken; Käsesorten etc. Vergessen Sie auch Genussmittel nicht.

Schauplätze:
Notieren Sie Räumlichkeiten, in denen Sie sich aufhalten. Wundern Sie sich nicht: Auch Teppiche und andere Heimtextilien, Lichtverhältnisse und Farben können Ihre Befindlichkeit negativ beeinflussen.

Reinigungsmittel:
Putzmittel sind allzu häufig für das Entstehen von Allergien verschiedenster Art verantwortlich.

Textilien:
Kleidung vermag sich ebenfalls auf Ihr Wohlbefinden auszuwirken. Mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen reichen von Juckreiz bis Atemnot.

Arzneimittel:
Medikamente: Notieren Sie sich jede „harmlose“ Halstablette. Selbst Vitamine sind Medikamente und können im Übermaß schädlich sein.

Pflegeprodukte:
Kosmetische Produkte: Seife, Zahnpasta, Puder, Wimperntusche. Vergessen Sie wirklich nichts. Alle diese Artikel können unter Umständen Allergien verursachen.

Notieren Sie sich am nächsten Morgen genau, wie Sie sich fühlen und wie Sie aussehen.
Im Laufe der Zeit entsteht auf diese Weise Ihr individuelles „Verträglichkeitsmuster“.
Nehmen Sie Ihre Eintragungen ernst, aber vergessen Sie nicht, dass das Leben nicht nur aus Selbstbeobachtung besteht. (…)

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