“Farbfutter” No  Comments

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Farbfutter(…) Ob Wandfarbe, Kleid oder Blumenstrauß: Alle Farben schwingen sich in uns hinein und wir, tja, wir schwingen mit. Farben sind magisch: Wie Berührungen und Düfte sind sie entweder ein Quell der Kraft oder sie saugen Energie und Wohlbefinden ab. Die falsche Farbe kann die Lebenslust versiegen lassen. Sie kennen das aus eigener Erfahrung: Kraft und Pläne verpuffen in kalten Räumen, Neonlicht ist alles andere als sexy, Zimmerfarben beeinflussen unser Aussehen, in manchen Räumen wird man grau und fahl, in anderen rosig und strahlend. Wir können festhalten: Farben sind genauso bekömmlich oder unbekömmlich wie Essen. Die Unbekümmertheit, mit der mit dieser Energie umgegangen wird, ist erstaunlich. Zwar weiß man einiges über Nahrung und Bewegung, eventuell auch über Düfte, doch die Kenntnisse der Farbmagie sind begrenzt, das Thema Farbfutter nicht geläufig. Dennoch besitzt die Farbe der Umgebung oder der Kleidung eine Macht, die man nicht unterschätzen darf.

Folgende Erfahrung macht jeder: Sie tragen einen Pullover, dessen Farbe und Gewebe sich irgendwie „gut“ anfühlen, und erhalten prompt das Kompliment: „Du siehst heute gut aus.“  Farbe und Gewebe geben uns Energie. Wollen wir das wirklich dem Zufall überlassen oder lernen, uns der Farbmagie zu bedienen?

Jede Schauspielerin und jeder gute Bühnenbildner weiß: die Atmosphäre, die Grundstimmung, das Licht, unser gesamte Auftritt werden durch die Farbe bestimmt. Das ist ein Gesetz der Bühne. Nirgendwo spielt allerdings die Farbe für unser Wohlbefinden eine größere Rolle als zu Hause. Den Pullover trägt man ein paar Stunden, während unser Zuhause das Nest ist, welches uns auffangen und heilen soll. – „Räume sollen eine Quelle des Wohlbefindens sein“. -

Mit Feng-Shui rückte das Thema zwar ins europäische Bewusstsein, doch war man sich sicher, dass es sich um „fernes“ Wissen handelt. Exotische Informationen, die erst mal übersetzt werden müssen? Eine Reise durch Europas Klöster reicht, um zu sehen und zu spüren, wie lebendig die Wirkung von Licht und Farbe auch bei uns eingesetzt wurde. Es gibt praktisch kein historisches Gebäude, in dem sich das traditionelle Wissen nicht offenbart. Dieses Wissen können wir auch in der Gegenwart aktivieren. Sich dieser Kräfte zu bedienen verleiht Macht.

Geheimwissen wurde und wir im kleinen Kreis weitergegeben. Im Theater zum Beispiel wird man darin geschult, auch in der Kosmetik gibt es die Anwendung von Farbe und Schwingung. Diese Wirkung brauchen wir nicht lange studieren, es reicht, sich auf die eigene Resonanz einzulassen. Das Thema ist Schwingung, wie schwinge ich bei welcher Farbe? Wie hilft die Farbe mir, mein Ziel zu erreichen? Nicht nur denken, erst fühlen und dann denken.

Wir sollten uns bewusst sein, dass „Farbfutter“ eine schwingende Nahrung ist. Es ist wichtig, die Farbe, mit der wir den Tag beginnen und beenden zumindest bewusst auszuwählen. Diese Grundstimmung und in der Folge unser Charisma wird damit zur schimmernden Rüstung. Zum Kraftfeld. Die Wirkung der Farben begleitet uns, wo und wann immer wir auftreten.

„Farben lösen etwas Kreatürliches in uns aus.“ Kreatürlich ist, etwas genau zu wissen, ohne es benennen zu können. (…)

Auszug aus Christine Kaufmann – „Lebenslust – So kann ich mich jederzeit neu erfinden“ 

Mein Interview mit “mindart” No  Comments

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Im Oktober ist ein neues Magazin erschienen, das sich vorgenommen hat, Kultur, Nachhaltigkeit, bewussten Genuss und gesellschaftliches Engagement miteinander zu verbinden: mindart. Sein Chefredakteur, Nicolas Flessa, hat mich für die erste Ausgabe interviewt. Herausgekommen ist ein sinnliches, nachdenkliches und humorvolles Gespräch über die erotische Kraft der Musik, das Gefühl, schon einmal gelebt zu haben, und neue, starke Frauen. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Nicolas Flessa: Welche Künstler oder Denker haben Dich geprägt?
ich: Nur Künstler und Denker! Für mich ist ein guter Philosoph wirklich, was man sexy nennt. Ich finde das sexy, anziehend, verführerisch, belebend.
Nicolas Flessa: Welche Menschen waren das?
ich: Männer wie Goethe, Schiller, Adorno, aber auch Rupert Sheldrake, natürlich Günter Amendt, den ich über alles geliebt habe. Was für mich wirklich erotisch ist, sind Gedanken.
Nicolas Flessa: In Deinem neuen Buch “Lebenslust” empfiehlst Du, wild zu sein, unkonventionell,  sich die Träumer und Visionäre anzusehen – aber bitte immer mit Vernunft gepaart. Was bedeutet der Expertin für Sinnlichkeit der Verstand?
ich: Wir leben in einer Zeit, in der die Vernunft als lächerlich dargestellt wird und als freudlos. Aber in Wirklichkeit ist es doch die Vernunft, die uns in der Wildnis da draußen schützt. Umso mehr man riskiert, desto mehr braucht man sie, um aus diesem Risiko etwas zu lernen.
Nicolas Flessa: Wie verteidigst Du Dich gegen Deine eigene Schönheit?
ich: Mein Standard-Satz dazu lautet: Ich kann schön sein, wenn es unbedingt sein muss. Ich kann mich schon schön machen, auch jetzt noch. Davon abgesehen halte ich es gerne mit den französischen Maitressen. Die haben als Krone ihrer Schönheit immer Klugheit getragen, aber nicht besserwisserische Klugheit, sondern Lebensweisheit.

04_IMG_8455Die neue Zeitschrift mindart richtet sich an Sinnsucher und Weltverbesserer. Mit berührenden Porträts, umfangreichen Reportagen und interaktiven Elementen (u.a. ein witziger Kalenderwürfel) schafft sie nicht nur eine unterhaltsame Lektüre, sondern zugleich einen kreativen Raum für die Erschaffung eigener Visionen und Ziele. Neben mir finden sich in dieser Ausgabe auch Beiträge von und mit dem Vegan-Experten Dr. Ruediger Dahlke, der Sängerin Ayo, Geseko von Lüpke, Young Ho Kim, Kocku von Stuckrad, Arno Stern und Pierre Baigorry, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Peter Fox. Ihre Themen: Der Trend zum veganen Lebensstil, Musik als Religion, der Alternative Nobelpreis (der dieses Jahr u.a. an Edward Snowden ging), Yoga und Achtsamkeit, Spiritualität in der Moderne, Freiheit als Grundlage der Kindererziehung sowie Künstler, die sich für eine mutigere Politik engagieren.

Nicolas nennt mindart „die Kunst, seinen Geist zu gebrauchen“ – aber auch ganz konkret die Verbindung von sinnlicher Lektüre und Kunst. Jeder Artikel ist ein kleines Kunstwerk. Selbst das Cover ist von einer Meisterin der Papierkunst gestaltet und wird auch als Postkarte im Heft beigelegt. Natürlich darf auch ein Artikel nicht fehlen, der dazu anregen will, selbst kreativ tätig zu werden. Diese Zeitschrift will den „mindartist“ in seinen Leserinnen wecken!

mindart ist seit 15. Oktober im Handel und kann über die Webseite www.mindart-magazin.de auch als Schnupper-Abo bestellt werden. Viel Freude beim Lesen!

Dracy No  Comments

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Auszug aus Christine Kaufmann und ich - mein Doppelleben(…) “In dem großen aus Stein bebauten Haus erlebte ich Stille wie noch nie zuvor. Das lag zum großen Teil an dem lädierten Stromnetz, das wie das Haus selbst aus dem Jahr 1918 stammte. Im Laufe der Zeit waren die Kabel im Gegensatz zum Haus selbst instabil geworden. Da ich durch den Zeitunterschied zu Amerika unter dem bekannten Jetlag litt, war ich fast die ganze Nacht wach und schlief erst gegen vier Uhr ein. Die Nächte in der idyllischen Landschaft um mein Haus waren ein Eintauchen in eine andere Zeit, bevor man die Nacht mir Strom und Fernsehen vertreiben konnte.
Länder haben nicht nur ihre eigentümlichen Landschaften, Pflanzen, Gerüche und Geräusche, sie haben auch eine eigene Art der Stille. Die Nächte in dem kleinen Ort Dracy waren so samtig ruhig, dass ich im unteren Stockwerk unsere Hausmaus am Brot knabbern hörte.

Im oberen Stockwerk gab es auf der einen Seite einen großen unausgebauten Raum, der sich als Atelier eignete. Auf der anderen Seite waren die Schlafzimmer, zwei davon mit Kamin, ein paar Pseudo-Louis-quinze-Stühle und provençalisches Mobiliar. Das kleinste Zimmer bezog ich, es war wie ein Mantel, so kuschelig proportioniert. Der Raum war in Gauloise-Blau tapeziert, ein heller Spannteppich, auf dem man lautlos gehen konnte, lag auf dem Boden. Ein Einbauschrank, hinter dessen Tür fast so viel Platz war wie im Zimmer selbst, verdoppelte unsichtbar der Raum. Mit wenigen Gegenständen richtete ich das Zimmer so ein wie alle Schlafräume meines Lebens. Ein dicker Futon auf dem Boden, darüber ein Moskitonetz, nicht aus synthetischem Material, sondern aus weicher Baumwolle. Auf dem Boden eine kleine Lampe, die ich in der Werkstatt gefunden hatte, daneben eine Glasvase mit Heckenrosen gefüllt, die ich direkt aus meinem Schlafzimmerfenster pflücken konnte. Denn das Haus war auf dieser Seite über und über mit Kletterrosen bewachsen.

Das große Fenster in meinem Raum hatte einen soliden Rahmen und so verbrachte ich viele Nächte im Fensterrahmen sitzend mit der Betrachtung des nächtlichen Panoramas. Meine langen Batisthemden fanden hier das ebenbürtige Milieu. Im hellen Mondschein, in dieser Stille und mit den alten von Rosen überwachsenen Mauern schien es mir, als ob ich in die Seiten eines Märchenbuches gerutscht sei. Fern von Städten funkeln die Sterne besonders klar im dunkelblauen Himmel. Die dunkelgrüne Landschaft, das Flirren der Blätter des großen Lindenbaumes, alles war sehr beruhigend und besänftigend. Umso mehr erschreckte mich das weiße Gespenst, das ganz nah an meinem Gesicht vorbeiflog. Hell und lautlos. Es war die weiße Eule, die im Stall nebenan wohnte, meine Nachbarin sozusagen.

Es gab so viel in diesem Haus, das sein Flair ausmachte, dass mir der Umbau, die Modernisierung ein gewisses Unbehagen verursachte. Aber elementare Dinge, wie funktionierende Leitungen und ein richtiges Bad, waren dringend notwendig.
Wie ein Zauberer Kaninchen aus dem Hut holt, präsentierte meine Mutter zwei Arbeiter für die Umbauten. Einen Elektriker, der sehr dünn war, immer hing ihm eine Zigarette im Mundwinkel. Diese behielt er im Mund, bis man zusehen konnte wie die langgewordene Asche abbrach, zu Boden fiel und sich dort verteilte. Er trug jeden Tag den gleichen Anzug und war ständig in eine Alkoholfahne gehüllt. Er schaffte es, seine Arbeit so zu verrichten, dass exakt fünf Minuten nachdem sein Auto hinter den Hügeln verschwand, das Stromnetz im ganzen Haus zusammenbrach.

Der zweite Arbeiter, ein Jean-Gabin-Typ, verlegte Rohre (was sonst). Er sollte den großen Raum neben der Küche, in dem hinter einer kleinen Pappwand eine wacklige Toilette stand, in ein schönes Badezimmer verwandeln. Nachdem wir eine schöne antike Wanne installiert hatten, entstand eine große Nasszelle. Ich glaubte, es wäre nur eine Frage der Zeit, bis mich eine ungünstige Fügung zwischen undichten Kabeln und Wasserrohren zu einem leuchtenden Ende bringen würde. Jedes An- und Ausschalten des Lichts bedeutete einen eventuellen Tusch, eine finale elektrische Erfrischung, ein mögliches Ende.“ (…)

Auszug aus Christine Kaufmann – Mein Doppelleben

Die Nackenstütze in Katzenform 8  Comments

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das neue Cat-Zen Pillow

das neue Cat-Zen Pillow

Liebe Freunde,

am Freitag war ein großer Tag. Das Katzenkissen wird von einem wunderbaren Einrichtungshaus im München produziert.

Wir haben die ersten Bilder gemacht und beim Fotografieren passierte Folgendes: Durch das große Schaufenster sahen Spaziergänger wie meine Katzen und ich fotografiert wurde. Ausnahmslos winkten alle freundlich.

Das, was ich mir von dem Kissen gewünscht hatte, nämlich gute Laune als Nebeneffekt der Nackenstütze, ist damit eingetreten! Wir haben die Gelegenheit ergriffen zu testen, wie die Katzen ankommen und in der Tat, wir liegen alle ziemlich nah beieinander, wobei in “echt” eine der sehr bunten Katzen unglaublich verführerisch ist.

Ohne die Unterstützung von Claus Zey, Mark Sargent und meinem Team wäre die Verwirklichung dieser Idee nicht so schnell greifbar geworden.

Ich freue mich auf ein CAT.ZEN Weihnachtsfest!

Liebe grüsse, Christine

Zen und Sexualität 2  Comments

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(…) Es ist ein Thema, das allerlei auslöst. Das blanke Grausen, Empörung (vor allem, wenn es eine Mutter, Tante oder Großmutter ist), Verachtung und Neid. Ganz selten freut sich jemand oder wagt sich, dasselbe zu wünschen. Für sich oder für andere.

Es geht um die Vorstellung, dass eine ältere Frau verliebt ist, Sex hat und womöglich das erlebt, was auf Französisch poetisch und unübersetzbar als „Petite Mort“ beschrieben wird. „Der kleine Tod“ klingt schwerer, und da die Sexualität auch im Angelsächsischen ohnehin weniger fiebrige Beschreibungen zur Verfügung hat, muss man sich mit „Höhepunkt“ abgeben, was aber die Möglichkeit der Ekstase gerade zu ausschließt. Wie dem auch sei, wenn der Gedanke „la petite mort“ und ältere Frau erscheint, so folgt bestimmt gleich. „Na, es steht doch der große Tod vor der Tür!“.

Wozu also das Thema Erotik, Liebe etc.? Ich kann es knapp halten: Weil es den Menschen gut tut zu lieben, vor allem, wen man beim letzten Drittel der Sanduhr angekommen ist!
Ein Bekannter von mir machte einen Dokumentarfilm über Sex und Liebe im Altersheim. Ein Paar, dass sich dort kennengelernt hatte, war auffällig aus verschiedenen Gründen: Zum einen waren sie sozusagen frisch verleibt, aber es war eine weise Verliebtheit, mit dem absoluten Wissen über das Geschenk, welches das Leben ihnen kredenzt hatte. Zum anderen war die Frau (über siebzig) mädchenhaft schön mit grauen Haaren. Sie sagte auch, dass sie die intensive Begegnung mit ihm brauchte. Es war kein bisschen würdelos.

Eine zweite Beobachtung vor Jahren ist mir haften geblieben. Ich war selber jung und mit einem Freund in einem Bus in Südfrankreich unterwegs. Zum Schwimmen waren wir an eine kleine Bucht gefahren. Außer uns war nur ein Paar da, sie waren so an die siebzig. Bevor wir ans Wasser runtergingen, beobachtete ich sie. Sie stand vor ihm und sah aufs Meer. Sie trug nur ein Badehöschen, hatte das wilde graue Haar zusammengebunden und er grillte irgendetwas. Sie sprachen ein paar Worte und er gab ihr einen liebevollen Klaps auf den Po, und ich dachte mir: „Sie haben aber Glück gehabt.“

Die Idee von der Liebe und Sexualität der älteren Frau ist im Laufe der Jahre in die Ecke gedrängt worden. Vor allem durch die Bilderwelt, die unsere Wirklichkeit überdeckt und diese tatsächlich immer mehr verschwinden lässt. Es handelt sich jedoch um alte Schachteln, die an nichts anderes denken als möglichst faltenfrei zu sein und sich von Abführmitteln zu ernähren.

Die Krönung der Verunglimpfung sind die Pornoeinlagen, die jeder, der einen Fernseher hat und nachts zappt, zu sehen bekommt. Da reiben sich alte Frauen die Brüste und es wird damit geworben, dass die Alten eben alles mitmachen. Das ist eine direkte Verbindung zur Hexenverfolgung, wo es das Wissen der Frau war, das sie suspekt und gefährlich machte. Jetzt ist es so, dass viele Frauen alleine durch diese Darstellungen der Sexualität keine Lust mehr haben, sich einer Begegnung preiszugeben. Dass diese Verunglimpfung im normalen Fernsehen erlaubt ist und die Kontaktanzeigen in Zeitschriften möglich sind, ist nur ein Indiz, dass unsere Welt vollkommen pornografisiert ist und damit entsinnlicht. (…)

Auszug aus Christine Kaufmann Lebenslust – Verführung zur Lebenslust

Liebestöter auf 4 Pfoten – Fortsetzung zu „der Reißteufel“ No  Comments

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Christine und Grisu

Christine und Grisu

(…) Danach aber gab es Anblicke, die uns das Blut in den Adern stocken ließen. Und natürlich stand die unausgesprochene Frage im Raum: Lohnt es sich überhaupt bei den Schäden?

Er hatte sich an die Inspektion verschiedener Kleidungsstücke gemacht und sich dafür die Leckerbissen ausgesucht. Dinge, die wehtaten. Gegenstände, auf die wir gespart hatten. Mit unglaublicher Treffsicherheit hatte sich der kleine, unbestreitbare süße Reißwolf folgende Kleidungsstücke ausgesucht:

1. Einen teuren blonden Biberpelz, den ich mir zu meinem vierzigsten Geburtstag geschenkt hatte. Weil ich sogar im Winter mit dem Rad fahre. Er war teurer als Nerz, aber nicht von einer bedrohten Tierart. Ich wollte ihn meinen Enkeln vererben. Grisu biss ein Loch an eine Stelle, die es unmöglich machte, ihn noch zu irgendetwas außer einer Stola umzugestalten. Dieser Pelz war Schlafsack auf Abenteuerreisen. Mein Lebensretter, kein Partybegleiter. Es tat weh!

2. Den schönen handgestrickten Pullover meines Mannes. Ein Liebesgeschenk aus schottischer Wolle. Ein Pullover für die Ewigkeit, zum Vererben geplant. Er roch nach Schafwolle; vor dem inneren Auge zogen schottische Hochmoore vorbei. Loch Ness, Nessie, Whiskey und viele schottische Schlösser.

3. Meine einzigen Manolo-Blahnik-Sandalen. Was soll ich sagen, ich bin sparsam und trage sonst Gesundheitsschuhe. Sie waren eine Sünde, ein Genuss, der für eine Birkenstockträgerin etwas ganz Besonderes war. Hinweg. Irreparabel…

4. Meine aus Ghana eigenhändig importierten Holzfigürchen.

Diese herben Verluste und die Bedrohung weiterer Güter dämpften den Spaß, das geben wir zu. Denn wer kann sich schon der Liebe hingeben, wenn man weiß, dass währenddessen der Feind mucksmäuschenstill wie eine Termite durch ständiges Nagen das Haus zum Einsturz bringt?

Glücklicherweise, so fanden wir erst, dauerte diese Phase nicht allzu lange (nicht zuletzt auch, weil wir uns als Dompteure engagierten…).
Er hörte auf, Kleider, Schuhe und afrikanische Kunst zu zerkauen, aber nur um diese Tätigkeit durch etwas anderes zu ersetzen. Um unsere Nerven zu schonen und eine Art Flitterwochen gegen ihn durchzusetzen, fingen wir wieder an, viel zu verreisen. Da war er wieder er selbst. Sein fahrendes Rudel war intakt. Doch leider arbeiten wir nicht als Handelsvertreter, und so war die nächste Stufe der Auseinandersetzungen vorprogrammiert.  (…)

Auszug aus Christine Kaufmann – Liebestöter auf 4 Pfoten

Designvorschläge Cat-Zen Pillow 16  Comments

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Meine lieben Kundinnen und Kunden,

mein neues Cat-Zen Pillow nimmt immer mehr Formen und besonders Farben an. Nun seid Ihr gefragt: Welches Design gefällt Euch am besten? Ein Foto zeigt immer jeweils Vor- & Rückseite.

Hinterlasst einfach einen Kommentar z.B. “rot gestreift mit blauem Ornament” unter diesem Blog und entscheidet mit.

Viele Grüße, Christine K.

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Die erwachsene Schönheit One  Comment

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Christine Kaufmann(…) Es gilt einige ganz pragmatische Schritte zu unternehmen, um den Weg zu sich selbst zu finden. Zunächst ist es wichtig, die Eigenwahrnehmung aufzupolieren. Mehr als drei Viertel aller Frauen sehen im Spiegel nur Fehler. So ist man durch Erziehung gepolt. Es ist der Blick des sinnlosen ängstlichen Vergleichs…

Wer sich neu entdecken und neu gestalten will, sollte mit ausgiebigen Streifzügen durch Museen anfangen und sich die Zeit nehmen, in Kunstbüchern zu schmökern. Es gibt keine Frau, die sich nicht in irgendeinem Gemälde oder einer Statue als Schönheitsideal wiedererkennen könnte. Von der Venus von Willendorf bis Cranach, von Rubens bis Schiele, von Caugin bis Christian Schaad: Alles wurde im Laufe der Zeit als schön empfunden und gefeiert.

Zu sich selber finden über ein Bild aus einer anderen Zeit bietet die Möglichkeit, praktisch aus der Ferne das Besondere an sich selbst zu entdecken. Und um das Besondere geht es ja. Eins zu sein mit sich selbst und seiner Besonderheit erfordert Bildung und Mut. Eines meiner Lieblingszitate lautet:  „Man muss viel Geschmack haben, um dem seines Zeitalters zu entgehen“ (Simon-Theodore Jouffroy). Deshalb rate ich zum Besuch im Museum fürs personal styling, das ist besser, als sich etwas andrehen zu lassen, worin man sich fremd fühlt. (…)

Auch wenn Schönheit häufig von der Perspektive des Betrachters abhängen mag – Attraktivität ist immer auch eine Frage des Durchsetzungsvermögens. Und Durchsetzungsvermögen hat sehr viel mit der Fähigkeit zu tun, Dinge richtig einschätzen zu können. Dabei spielen zurückliegende Erfahrungen und verfolgte Absichten eine große Rolle. Selbst beim banalen Kauf einer Creme. Wann ist Arnikasalbe angebracht, wann eine Ampulle mit hochmodernen Wirkstoffen? Wann ist Wolle besser als Synthetik und umgekehrt?

Ich möchte Frauen nahe bringen, dass sie etwas Kostbares besitzen: ihr eigenes Leben. Oft sind es nur die Ängste, die eine Frau davon abhalten, ein Höchstmaß an Lebendigkeit zu erreichen. Oft lebt sie an ihrer eigenen Schönheit vorbei, nur weil ihr Typ gerade nicht dem Modetrend entspricht. Und andererseits ist immer wieder festzustellen, dass Mode- und Kosmetikfirmen ja nur dann das große Geld verdienen, wenn man der Frau einredet, ohne dieses und jenes Produkt wären sie nicht frisch, schön und so weiter.

Was sich aber letztlich hinter dem Problem der weiblichen Schönheit verbirgt, ist die Angst, nicht liebenswert zu sein. Und da wird die sinnvolle Pflege und Gestaltung wichtig. Haben Sie sich lieb genug, um sich als Ausgangspunkt des Erlebens optimal zu pflegen? Dazu muss man zu sich finden und die Würze der eigenen Persönlichkeit entdecken. Manchmal brauchen wir ja nur eine Bestätigung unserer Gefühle. Manchmal ist die Mode richtig für die Eigenart, dann sollte man sich ihrer beherzt bedienen, auch wenn es an die Geldreserven geht, denn sonst gibt man beim nächsten Modetrend Unsummen für Dinge aus, die einem überhaupt nicht stehen! Die Mode spiegelt sowohl die Freiheit als auch die Orientierungslosigkeit innerhalb dieser Freiheit. (…)

Auszug aus Christine Kaufmann – Beauty Guide

Hausmittel und professionelle Anwendungen: Tipps für strahlend weiße Zähne One  Comment

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Behandlungszimmer Zahnarzt Leipziger14

Behandlungszimmer Zahnarzt Leipziger14

Wenn es darum geht, das eigene Lächeln im wahrsten Sinne des Wortes etwas aufzupolieren, stehen viele vor der Frage: Welches ist der beste Weg, um Verfärbungen von den Zähnen zu bekommen und sich ein strahlendes Lächeln zu sichern? Die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß – und reicht von professionellem Bleaching bis hin zu Hausmitteln aus der Küche und kleinen Schummeleien mit Make-up.

Bleaching beim Zahnarzt
Das Bleaching beim Zahnarzt ist die effizienteste Methode Verfärbungen von den Zähnen zu entfernen. Dabei werden Chemikalien wie Wasserstoffperoxid auf die Zähne aufgetragen. „Da es sich dabei um durchaus aggressive Mischungen handelt, sollte ein solches Bleaching unbedingt durch einen Zahnarzt erfolgen. Ansonsten kann es schnell zum Risiko für Zahnschmelz und Zahnfleisch werden“, erklärt Dr. Sebastian Zorn Spezialist für ästhetische Zahnbehandlungen von der Praxis Leipziger14 in Berlin. Der Experte rät außerdem dazu, ein professionelles Bleaching nicht häufiger als einmal jährlich durchführen zu lassen.

Aufhellen durch Hausmittel
Als wirksame Hausmittel für das Aufhellen der Zähne gelten unter anderem der Zuckerersatzstoff Xylit, pürierte Erdbeeren sowie Backpulver, Salz und Zitronensaft. Während Xylit, mit dem das Gebiss regelmäßig für mehrere Minuten gespült werden sollte, und pürierte Erdbeeren, die wie Zahnpasta verwendet werden können, als unschädlich gelten, warnen Experten allerdings vor Salz, Backpulver und Zitronen. Denn diese schmirgeln die Zähne ab beziehungsweise greifen sie durch aggressive Säuren an.

Überschminken mit Lippenstift
Verfärbungen lassen sich bis zu einem gewissen Grad auch mit dem richtigen Lippenstift optisch wegmogeln. Denn je dunkler der Lippenstift, desto größer die Kontrastwirkung zu den Zähnen – bei besonders dunklem Lippenstift fallen also Verfärbungen kaum auf. Auch der Farbton spielt eine wichtige Rolle: Mit Kupfer- und Goldtönen lassen sich graue Verfärbungen unsichtbar machen, gelbliche Farbschleier auf den Zähnen sind bei der Verwendung von Lippenstiften in Beerenfarben gut zu kaschieren.

Regelmäßig zur Zahnreinigung
Selbst bei gründlichster Zahnpflege lassen sich nicht alle Beläge rückstandslos entfernen. Deshalb rät Dr. Zorn zur regelmäßigen professionellen Zahnreinigung durch einen Zahnarzt: „Dabei werden alle Stellen gereinigt, die weder mit Bürste noch Zahnseide oder Zwischenraumbürsten sauber zu bekommen sind. Außerdem werden bei der gründlichen Zahnreinigung auch gezielt Verfärbungen entfernt, so dass die Zähne je nach Grundton aufgehellt werden können.“

Auf Genussmittel verzichten
Um Verfärbungen gar nicht erst entstehen zu lassen, kann man natürlich auch auf typische Verursacher wie Kaffee, Tee, Rotwein oder auch Zigaretten verzichten. Das fällt den meisten Menschen jedoch sehr schwer, weshalb professionelle Reinigungen und Bleachings sich ebenso steigender Beliebtheit erfreuen wie Hausmittel gegen Zahnverfärbungen.

Verfärbungen auf den Zähnen können auf vielerlei Art bekämpft werden. Am effektivsten sind dabei Bleachings beim Zahnarzt aber auch schon sanfte Hausmittel können helfen, das Lächeln aufzupolieren. Zur Not lässt sich auch mit Schminke einiges gegen die Wirkung der Verfärbungen tun.

Gastblog von: Leipziger 14 - Ihre Zahnärzte in BerlinLeipziger 14

Zum Skandal der vergangenen Woche! 15  Comments

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Zum Skandal der vergangenen Woche. Mir tut die Wortwahl leid, nicht die Tat.

Seit Jahren höre ich mir Beleidigungen an. Meist reagiere ich nicht, weil ich zu oft von der Person, die mich beleidigt, fasziniert bin.
Ich gebe ein paar Beispiele, biete kleine Anekdoten zum Verständnis an. Das Fundament ist mein Wissen um Wellness, meine Pflege, die in der frühen Kindheit wurzelt und die Tatsache, dass ich erst im Alter gelernt habe mich über Wohlbefinden und eine gewisse Hübschheit zu freuen. Diese Freude und das Abenteuer der ganzheitlichen Pflege steckt in meinen Büchern und meiner Kosmetik. Es ist Nichts, was man sich bei einem Chirurgen kaufen kann.

So, soviel dazu, nun zu meinen Anekdoten, die auf gewisse Weise das Vorspiel zum Eklat waren.
Ich habe eine Wäscherei Vis A Vis, dort wasche ich meine Wäsche und freue mich, wenn ich mich mit der Frau, die dort bügelt, unterhalte. Es herrscht in der Wäscherei unter der Woche eine Atmosphäre der Ordnung und  Konzentration, die mir gut tut. Gelegentlich bringe ich ihr Blumen, Sie ist nämlich sehr hilfsbereit und macht ihre Arbeit mit Sorgfalt, um nicht zu sagen liebevoll. Eines Tages traf ich auf eine Blondine, die ich öfter auf dem Fahrrad sehe. Sie ist das Opfer von einer Schönheitsbehandlung. Von den Wangen bis zum Kinn vollkommen deformiert. Wir fingen ein Gespräch an, so wie man über das Wetter redet. Eben innerhalb kürzester Zeit brachte Sie das los, was Sie mir schon immer sagen wollte. ”Sie waren nur während der Ehe mit Tony Curtis schön”. Nun was soll ich dazu sagen? Am besten Nichts.

Kürzlich traf ich einen Bekannten. Er war auch mal Schauspieler und ich kannte Ihn aus “Salomes” Zeiten. Schon damals sagte er, ich sei zu dick. Nun, in der Zwischenzeit war er Junkie, gottlob hat er sich kuriert, aber diese Zeit hat natürlich die eine oder andere Spur hinterlassen. Er rief mich an, um Mittag zu essen. Ich hatte gerade einen guten Tag. Es vergingen ein paar Minuten, bis er seinen Satz loswerden konnte: “Du machst bestimmt eine Alterskarierre, als Frau die nicht älter werden kann”
Zaghaft mein Einwand, dass mein Aussehen im Rahmen des Natürlichen liegt. Allein dieser Satz ließ sein verknittertes Gesicht noch pflaumiger erscheinen. Tröstend fügte ich hinzu: “In Linz spiele ich ja eine komische Alte”. Das beruhigte ihn ein wenig. Einige Wochen danach nun die Bemerkung auf der Party… Nun mir ist einfach der Kragen geplatzt! Was ich an dem Thema eigentlich spannend finde, ist, warum gerade ich beworfen werde?

Vielleicht weil ich, mit vielen meiner kosmetischen Wegbegleiter, eben einen anderen Weg gehe.Ich hab Nichts gegen das Altern, ich möchte es nur schön gestalten. Daher tut mir mein Schimpfwort leid, aber nicht die Wehr.

Einen schönen Herbst,
Christine Kaufmann