Auszug aus Christine Kaufmann – “Liebesgefecht – Erotische Geschichten” No  Comments

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Hammam

Hammam

Was bisher geschah:
Die schüchterne Journalistin Marie hat den Wellness-Bereich ihres Hotels aufgesucht. Trotz anfänglichen Missbehagens im verlassenen Hammam, beginnt sie jedoch, die befremdliche Situation zu genießen.

(…) Mit seinem sicheren Gespür nahm er jetzt Ihre Pobacken fest in die Hand und knetete sie. Es tat fast weh, doch es war angenehm, und er entließ ihre Rückseite mit einem Punkt für sich. Denn eines war klar in diesem geschlossenen Raum, weit weg von der Welt: In dieser dampfenden Unterwelt war er Herr, und wenn er wollte, konnte er alles mit ihr machen, was ihm beliebte.

Er stand auf, schüttete wieder wie ein Neptun Wasser über den ganzen gekachelten Saal, und bedeutete ihr, sie solle sich auf den Rücken legen.
Die Schale mit der zähen schwarzen Paste in der Hand, stellte er sich genau über sie, je ein Bein an einer Seite ihres Beckens, und find an, sie mit der Paste, einer Art öliger Seife, einzureiben. Damit hatte er ihren allerempfindlichsten Punkt getroffen. Sie liebte es, gewaschen zu werden. Gewaschen zu werden wie ein Kind. Nun ging es darum, ob sie sich diesen Wunsch erfüllen ließ, ohne dass es zu weit ging.
Jetzt benützte er wieder seinen Federgriff, zart wischten seine Hände über Füße, Fesseln, Schenkel, Bauch, Brüste und ah, er wollte doch sehen, ob sie sich zwischen den Beinen waschen ließ. Fast spürte sie schon seine Hand auf ihrer Scham, da sagte sie, und ihre Stimme klang weicher, als sie es wollte „No.“

Ob es der sanfte Ton war oder ihre Aufrichtigkeit – sie zeigte, dass sie ihn meisterhaft fand, nur, sie war da, um die Sorgen ihres Körpers zu entfernen, nicht für Abenteuer im Dampf -, auf jeden Fall gab er ihr die Hand wie einer kindlichen Prinzessin und stellte sie unter die Dusche mit einem perfekt warmen Wasserstrahl. Er wusch sie noch einmal, auch zwischen den Beinen. Doch er streichelte sie wie einen Lausejungen, und sie lachte ihn vergnügt an.
Jeder hatte sein Spiel gewonnen! (…)

Die Haut als Seismograph No  Comments

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Problem Tränensäcke

Problem Tränensäcke

(…) Die Haut ist das äußerlich sichtbare Organ, ein uns einhüllendes Schutzorgan, dessen Funktion weiter reicht, als man denkt. Sie schützt, ist eine Klimaanlage, atmet. Darüber hinaus ist sie eine Art Seismograph, der penibel abbildet, was sich im Inneren des Körpers abspielt, der verlässlich ankündigt, wenn unsere inneren Organe von Disharmonien befallen sind und das Blut verschlackt ist. Wer dieses Frühwarnsystem des Köpers nicht kennt und daher nicht darauf achten kann, wird krank. Das Erkennen oder Lesen äußerlicher Anzeichen war über Jahrtausende ein wesentlicher Bestandteil der medizinischen Diagnose. Eine Harmonie der Geist-Körper-Einheit zeigt sich in einer strahlenden und elastischen Haut und klaren Augen.

Die Augen mögen der Spiegel der Seele sein (romantisch gesehen, biologisch lassen sich leider oft Vitamin-A- und Zinkmangel, also Leberdisharmonien und ähnlich unromantische Faktoren erkennen), die Haut ist auf jeden Fall der Spiegel der Gesundheit. Schönheit ist immer das Ergebnis funktionierender Organe – das ist prosaisch, aber wahr.
Auch Veränderungen, die man als altersbedingt hinnimmt, sind es oft nicht. Sie haben gar nichts mit dem biologischen Alter zu tun und sind keineswegs unabänderlich.

Schlaffe Scheußlichkeiten, fahles Aussehen und Tränensäcke sind in 99 Prozent der Fälle nur äußerlich sichtbare Zeichen für eine chronische Überlastung der Organe.
Um diese These zu verstehen, braucht man sich nur einmal vor Augen halten, wie man vor, während und nach einer Grippe aussieht. Je nach Konstitution zeigen sich die Auswirkungen so einer Attacke auf verschiedene Weise. Ein Angriff auf den Organismus, sei es eine Erkrankung, anhaltende Fehlernährung oder einfach „sumpfen“, zeigt sich auf jedem Teil unseres Äußeren, das mit dem befallenen Organ korrespondiert. Zum Beispiel Tränensäcke bei schwachen Nieren oder ein aufgedunsenes Gesicht bei einem trägen Darm.

Wenn man nun von ganzheitlicher Schönheitspflege spricht, so bedeutet dies nicht die Suche nach einer magischen Lösung zur Beseitigung der Symptome, sondern die Behebung der Ursachen oder zumindest die Linderung konstitutioneller Prädispositionen. Ganzheitlich heißt, nicht nur eine Augencreme zur Reduzierung der Tränensäcke zu benützen, sondern die ursächlichen Zusammenhänge erkennen und in der Folge eine persönliche Strategie entwickeln und umsetzen. Bei Tränensäcken wurde die Strategie so aussehen:
1.  Änderung der schädlichen Gewohnheiten, also zum Beispiel eine Ernährungsumstellung.
2. Entgiftung und Belebung durch regelmäßiges Köpertraining.
3. Und schließlich die richtige Anwendung der Augencreme.

Bei so einem „Bodycheck“ ist es auch wichtig, nicht zu vergessen, dass der Mensch in seinem Körper Mitbewohner hat, ohne die er nicht leben könnte. Zum Beispiel die „guten“ Bakterien, die als Gastarbeiter in unserem Körper wichtig sind für Gesundheit und Schönheit. (…)

Auszug aus Christine Kaufmann – Wellness Care

Wurzel und Blüten – Brutstätte Hollywood One  Comment

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Christine Kaufmann & Tony Curtis

Christine Kaufmann & Tony Curtis

(…) „Nichts ist je so gut oder schlecht, wie es scheint.“ Dieser Satz eines alten Freundes lässt sich direkt auf Ruhm anwenden. „Ruhm ist nie so gut oder schlecht, wie es scheint.“

Nach meiner deutschen Kinder- und italienischen Jungstarkarriere in Europa konnte ich etwa sechs Jahre lang in Hollywood hinter die Kulissen der Weltstar-Maschinerie sehen.
Ich heiratete mit achtzehn einen Weltstar, verweigerte mich der angebotenen Karriere und erlebte Tinseltown (Tinsel-Lametta) als Golden-Globe-Gewinnerin und meist schwangere Ehefrau.
Ich erlebte, der Begriff Weltstar ist relativ!

Eine der Sachen, die mich Tony Curtis vertrauen ließ, war seine witzige und souveräne Einstellung zum Star-Status. In den ersten Wochen unserer Ehe erlebte ich eine Art „Weltstar-Test“. Es war leicht, ihn nach dieser Geschichte zu lieben (leider war diese Anekdote nur der Beweis für oberflächliche Stärke).
Einer unserer illustren Gäste, der Galerist Richard Feigen aus New York, brüstete sich während des Abendessens mit einem Geheimtipp, was kubanische Zigarren betraf. Der Import dieser Zigarren war und ist in den USA verboten. Im dunkel-getäfelten Salon, da wo die Männer nach dem Essen rauchten, gab Richard Tony eine Telefonnummer, um gleich an diesem Abend kubanische Zigarren in New York zu bestellen. Der Lieferant dieser verbotenen Ware bekam den Tabak aus Kuba und ließ die Zigarren in New York rollen. Wie verboten, wie aufregend! Die Kubanerinnen drehten die Tabakblätter über den Schenkeln zur Zigarre. Allein diese Fantasie reichte, um Riskantes zu wagen…!
Tony rief den Zigarrenhändler in New York an und fing an, die Bestellung aufzugeben. Diese erinnerte mich (als Münchnerin) ein wenig an den Buchbinder-Wanninger-Sketch von Karl Valentin.
Es gab ein längeres Hin und Her; Wie lang, wie dick, welcher Tabak und dann, schlussendlich, welche Gestaltung für die Banderole. Nachdem man sich über die Gestaltung geeinigt hatte, bestellte Tony eine große Menge der hand- (und schenkel-) gedrehten Kleinode. Es ging, wie so oft, um Tausende von Dollars. Als Höhepunkt des Gespräches sagte Tony dem Zigarrendreher seinen Namen. Selbst im sanften Kerzenlicht zeichnete sich ein besonderer Gesichtsausdruck ab. Es fehlte wohl an der üblichen Reaktion auf den Namen.
Statt der sonst üblichen Andacht fragte der Mann am anderen Ende der Leitung, ob er (Tony Curtis) so nett sein könnte, seinen Namen zu buchstabieren?
Allgemeines Schmunzeln, wir Damen in raschelnde Seide gekleidet, die Herren im schwarzen Anzug, Tony buchstabierte gnädig, mit souverän wirkendem Lächeln: T-O-N-Y (hahaha) C-U-R-T-I-S für (so der spöttische Gesichtsausdruck) einen der wenigen Menschen auf der Welt, der NICHT wusste, wer das ist!!!
Vier Wochen später kam die teure Packung an. Auf der Adresse stand: PONY CURPIS. Er wurde mindestens zwei Wochen von uns mit „Pony“ angesprochen. (…)

Auszug aus Christine Kaufmann – Scheinweltfieber

Wenn der Platzhirsch röhrt No  Comments

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Wenn der Platzhirsch röhrt

Wenn der Platzhirsch röhrt

Wer, wie ich, schon über Krähenfüße und Körperteile verfügt, die nur mittels Disziplin der Schwerkraft trotzen, weiß, dass Eifersucht, Neid und Spekulation nicht durch Makellosigkeit ausgelöst werden, sondern durch die Fähigkeit, sich nicht von Makeln tangieren zu lassen. Seit einigen Wochen habe ich das dubiose Vergnügen, Anlass für Spekulationen gegeben zu haben – und das mit derartig Banalem, dass der Anlass lediglich ein gärendes Problem aufgedeckt haben muss: Die Gefährdung alter Beziehungsstrukturen nämlich.

Was sich gemeinhin als Emanzipation versteht, ist in Wirklichkeit eine Farce, denn die Frau hat eines nicht erreicht: Sie wird von anderen Frauen so gut wie nie geliebt. Dort, wo die Freiheit eine für Frauen wichtige Rolle spielen sollte, fällt die Frau in ein tiefes Loch ohne Boden, Netz und Griff. Es ist das Recht auf einen Platz in dieser Welt, der ihr gehört und den sie nicht durch einen Platzhirsch markieren lassen will und muss.

Meine Konfrontation mit diesem Problem ist erwähnenswert, weil es so lächerlich ist. Das Lächerliche ist viel bedrohlicher als das Ernsthafte, weil es so gar nichts Wirkliches auslösen kann und deswegen lediglich als irritierendes Detail im Bild eines Lebens für den Betroffenen und den Beurteilenden (den Leser) existiert.
Fotos von mir mit Männern in der Öffentlichkeit werden in jüngster Zeit in den Zeitungen fast immer mit Bildunterschriften abgedruckt, die auf sexuelle Beziehungen hindeuten.
Diese Mutmaßung  ist für mich nur in einer Hinsicht schrecklich. Es bedeutet, dass Freundschaften zwischen Männern und Frauen wesentlich verfemter sind als Affären. Denn eine Frau, die es schafft, mit Männern Freundschaften zu haben, betritt eine Männliche Domäne und nimmt sich dadurch das Recht auf einen eigenen Platz.
Das wird in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert, denn es bedeutet die Transzendenz all jener Lebensregeln, denen die meisten verfallen sind. Ohne Begehren wird die Liebe nur im Religiösen akzeptiert. Die Frau hat sich gefälligst an das Urbild der Sünderin zu halten. Vor allem die Frau, die als verführerisch gilt.

Liebe zwischen Frau und Mann hat sich an den Turnus von Appetit und Übelkeit zu halten, daneben gilt höchstens noch die Macht der Gewohnheit; aber sich als noch paarungsfähiges Weib an den Bereich der universellen Liebe zu machen, löst Skandale aus, denn die Hure unserer Gesellschaft ist nicht die Frau, die sich verkauft, sondern jene, die man nicht bezahlen kann. Egal, wie selbstständig eine Frau ist, die meisten „besten“ Freundinnen werden ihr den Mann mit Geld als Partner wünschen, denn er verfügt über Platz, und ein Plätzchen auf Erden kann, wie im Tierreich, nur der Mann verteidigen.
Diese in der Steinzeit sicher legitime Fürsorge hat bis zum heutigen noch einen unterbewussten Stellenwert, dem sich keine Frau endgültig entziehen kann. Eine Ausnahme ist der Kreis der sapphischen Liebe, denn da gelten auch männliche Spielregeln. Es sind übrigens Frauen, die sich am meisten bedroht fühlen, der Grund für diese Verurteilung ist nur in der obersten Schicht psychologisch erklärbar. Sie stammt aus einer alten Angst, keinen Platz zum Leben zu haben.
Da spielt der Mann die größte Rolle; und die ist so tief verwurzelt, dass Selbständigkeit nie mehr tun kann, als diese Angst überdecken. Kommt nun eine Frau daher, die glaubt, keinen Mann als Platzhirsch zu brauchen, werden all diese Ängste unbenannt und unerkannt aufgewühlt. Die Folge: Sie wird in jeder denkbaren Form diffamiert.
Die Frauen sind nicht neidisch auf den Mann, sondern den Platz. Ein Freund und die Fähigkeit zur Freundschaft mit einem Mann lässt diesen Platz zum Luxus werden, denn es gibt kein Schwanken. In der Freundschaf mit einem Mann lässt diesen Platz zum Luxus werden, denn es gibt kein Schwanken. In der Freundschaft ist die Liebe freier. Die sogenannte Liebe, die unbedingt mit Paarung zusammenhängt, stammt aus der Zeit, in der unsere Vorfahren noch in den Bäumen saßen. Der Bereich freundschaftlicher Beziehungen ist ein Pioniergebiet, das sich zu erobern lohnt, auch wenn man als Hexe gilt. Man verbrennt mit der Hexe nicht die eigene Angst. Sie wird nur kurzfristig betäubt. Der Zerstörungsrausch ist so kurzfristig betäubt. Der Zerstörungsrausch ist so kurz wie jeder andere, aber für die Betroffenen ist es ein Moment der Wahrheit.

Freundschaft zwischen Mann und Frau ist nicht nur ein Schritt zum Frieden, sondern hat den Frieden als Voraussetzung. Warum also sollte man heutzutage noch in Beziehungen haften, bei denen mit der Keule das Revier bestimmt wurde? Und in denen die abhängige, grimmige Frau dem Mann alles gab – außer Freundschaft?

Auszug aus Christine Kaufmann – Frauenblicke

Die immer wieder junge Zelle No  Comments

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Zellerneuerung

Zellerneuerung

Jedes Wesen auf diesem Planeten ist eine biochemische, biophysische Einheit und Teil eines Netzwerkes. Eine Vielfalt bekannter und sicher eine weitaus größere Anzahl unbekannter Einflüsse wirken auf jede dieser Einheiten, auf jeden Organismus ein. Wir werden befruchtet, bestrahlt, belebt, befeuchtet, verwirrt oder ausgedörrt; ganz nüchtern gesehen ist ein Mensch samt Charme, Aussehen und Geruch lediglich das Ergebnis seiner Stoffwechselprozesse.

Stoffwechsel ist der Austausch von Materie und Energie, wobei aus dem einen das andere wird. Dies Wunderwerk bedeutet, dass aus einem weichgekochten Ei Haare und Nägel „gebaut“ werden und aus einer Liebesnacht ein ganzes, süßes Baby.
Pflanzen haben es scheinbar leichter als Menschen. Licht, Luft, Wasser und Erde et voilà – schon ist man eine Orchidee oder ein Baobab. Und den Sex, den lassen sie von „windigen“ Boten erledigen. Tja, schwerer dagegen hat es der Mensch. Ausgestattet mit einer an sich wunderbaren Phantasie, leidet er auch gern an Wahnvorstellungen, vor allem die ewige Jugend betreffend!
Derzeit grassiert die Anti-Aging-Verheißung – sie hat meine Zeitgenossen gepackt wie ein Fieber. Alles, was unter diesem Motto verkauft wird, läuft so gut, dass sich scheinbar kaum jemand Gedanken darüber macht, was es eigentlich bedeutet. „Gegen das Altern“ – der Denkansatz ist vermessen und ein wenig töricht. Wer lange leben will, wird altern. Doch es wird vor allem übersehen, dass das „Ensemble“ Mensch vielleicht im Laufe der Zeit an Frische verliert, die einzelnen Zellen jedoch, aus denen wir bestehen, vollziehen eine Wiedergeburt nach der anderen, arbeiten fortwährend an der Verjüngung. Daher ist „jung bleiben“ unmöglich. Nichts auf der Welt oder, wenn wir schon dabei sind, nichts im Universum bleibt, wie es ist; doch der Mensch besteht, solange er lebt, aus immer wieder jungen Zellen. Warum, fragt sich so mancher, sieht man nicht sein Leben lang so frisch und appetitlich aus wie mit zehn Jahren?
Eine Vielzahl von Einflüssen hindert die Körperzellen daran, schöne, exakte Kopien der Mutterzellen zu produzieren. Dennoch gelingt es manchen über lange Zeit, verdammt gute Kopien zu bilden. Ein gängiges Kompliment ist: „Sie haben sich ja gar nicht verändert.“ Streng genommen müsste es heißen: „Also, Ihre Zellen haben das Original erstaunlich gut kopiert.“ Diese Möglichkeit der natürlichen Verjüngung besteht, denn der Körper verjüngt sich ohnehin. Und so wie man Krankheiten heilen kann, lässt sich auch das schlechte Aussehen „heilen“.

Es gilt, günstige Bedingungen für die natürliche Zellregeneration zu schaffen, den nachwachsenden, jungen Zellen gewissermaßen eine gute Hebamme zu sein – und dafür ist Knowhow vonnöten. Um es gleich vorab zu sagen, das von mir angesprochene Knowhow hat eine lange Tradition. Es gab schon immer Frauen, die sich sinnvoll pflegten, lange bevor es Lifting und Anti-Aging gab.
Eine der Frauen, die ihre legendäre Schönheit über die übliche Zeitspanne hinaus bewahrte, war Diane de Poitier. 1499 geboren, wurde sie mit 37 Jahren die Geliebte des Königs und schaffte es, trotz reichlicher Konkurrenz, bis zu seinem Tod auch seine Favoritin zu bleiben. Zahlreiche Gemälde zeugen von ihrem Knowhow. Sie hatte ein interessantes Schönheitsritual (natürlich sagte man ihr Hexerei nach, so wie man heute jeder gut aussehenden älteren Frau Lifting nachsagt). Jeden Morgen ritt sie ganz früh durch die Wälder. Abgesehen von der üblichen Reitkleidung trug sie eine Maske aus schwarzem feinen Leder und Handschuhe aus dem gleichen Material. Die Ausritte waren lang und ausgiebig. Wie gesagt, die Freude an dieser exzessiven Sportlichkeit trug ihr den schlechten Ruf ein.
Betrachtet man dieses „Fitnesstraining“ im Licht neuester Erkenntnisse, konturiert sich das Bild einer bemerkenswerten Zellpflege. Diane kam sicherlich immer gut gelaunt von ihren Ausritten zurück, und es ist anzunehmen, dass sie und der König viel Spaß miteinander hatten. Könnten wir, wie Diane, die morgendlichen Ausritte zum Teil unseres Regenerationsprogrammes machen, so wäre es allerdings nicht das Gleiche. Denn obwohl die Menschheit zu Dianes Zeiten mit vielen Krankheiten, mit Pest und Cholera und mit widrigen hygienischen Bedingungen zu kämpfen hatte, war doch die Qualität des Wassers besser, und die Atmosphäre war noch nicht erfüllt mit der modernen Pest, dem Übermaß an freien Radikalen.

Auszug aus Christine Kaufmann – Beauty Guide

Zeitlos schöne Frauen No  Comments

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Zeitlos schön

Zeitlos schön

(…) Das Wort schön wird, wie der Begriff Erotik, in unserer westlichen Gesellschaften ständig missbraucht. Darum stehe ich mit diesem Adjektiv auf Kriegsfuß – nur, die deutsche Sprache ist arm an Alternativen. Und deshalb ist es wichtig, dass jeder Mensch in jedem Alter diesen Begriff, der für mich immer Zeitlosigkeit beinhaltet, klar für sich definiert. Schönheit entsteht erst im Auge des Betrachters, doch ist die Einordnung des Gesehenen durch gesellschaftliche Normen geprägt und wird ständig abgewandelt. Im Moment ist die Definition nicht sehr altersfreundlich. Dies mag zu einem großen Teil an unserer Werbewirklichkeit liegen, die leider immer mehr das Erleben der eigenen Wirklichkeit verstellt.

Für mich hat Schönheit bei Menschen immer nur eine Basis: die Paarung von Anmut und Humor. (…) Es kommt nicht darauf an, was man hat, sonders was man daraus macht. Alle Frauen verfügen zudem über ein Know-How, das dem eines Filmstars oder eines Fotomodells in nichts nachsteht, und sie zeigen, wie einfach es sein kann, seiner Schönheit auch mit Fältchen oder vielleicht sogar wegen ihnen, Zeitlosigkeit zu verleihen. Was immer den Reiz dieser Frauen ausmacht, es ich nicht das Jungsein, sondern ihr Selbstbewusstsein und der Wunsch sich gut zu fühlen.

Seit ich angefangen habe, Bücher zu diesem Thema zu schreiben, pflege ich mit vielen Frauen einen regen Austausch. Gelegentlich begegne ich bei Tourneen sehr attraktiven Frauen, die mir versichern, ihr gutes Aussehen hätten sie mir zu verdanken. Das freut mich natürlich, denn nur Menschen, die sich wohl fühlen, bewirken Positives. Ein solcher positiver Mensch ist ganz sicher meine beste Freundin. Wir kennen uns seit fast dreißig Jahren, waren gemeinsam jung und werden zusammen alt, was uns sehr amüsiert. In meinen Augen war sie nie witziger, strahlender und attraktiver als heute. (…)

Viele Dinge, die einen stören, kann man sehr wohl in Schach halten, und mit denen anderen sollte ein gepflegter Umgang möglich sein. Jeder Mensch hat Zonen, die so lala sind, und Zonen, die super sind. (…)

Auszug aus Christine Kaufmann – Zeitlos schön

Meine Meinung zu “Hell’s Kitchen” 4  Comments

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Ich bin sehr überrascht wie heftig manche Menschen im Internet reagieren.
So behauptet eine Frau, die Zeichnungen meines Buches von Claus Zey wären hässlich und ein Herr, dass “Hell’s Kitchen” Dreck wäre.

Ich bin im Scheinweltgewerbe aufgewachsen und finde alles interessant: wie Filme gemacht werden, was das Publikum ansieht, was “erfolgreich” ist und was nicht. Was schön oder hässlich ist oder nicht.

Im großen Ganzen befürworte ich alles, was nicht zerstört und daher wundere ich mich hauptsächlich darüber, worüber sich Menschen aufregen.

Ich zum Beispiel rege mich darüber auf, dass man Wasser privatisieren will, der Himmel von Chemtrails verdunkelt wird und die europäische Union eine Art Diktatur ist. Sehen Sie, ich rege mich nie über Fernsehsendungen auf. Ich habe keinen Fernseher.

Das Internet gibt uns die Möglichkeit zu wählen.

In diesem Sinne, viele Grüße
Christine Kaufmann

Voodoo No  Comments

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Halbakt mit Halskette. Um 1926.

Halbakt mit Halskette. Um 1926.

Die junge Frau saß wie versteinert vor dem großen Fenster, durch das sie die Dächer von Chelsea im Mondlicht sehen konnte. Auf dem langen Arbeitstisch aus weißem Holz lag zwischen Kleiderentwürfen und vielen kleinen, zum Teil aneinandergehefteten Stoffteilen ein Blatt Briefpapier. In der rechten Hand hielt sie einen schwarzen Füller. Plötzlich schüttelte sie den Kopf hin und her, als ob sie eine Spinnwebe von ihrer Stirn entfernen wollte, beugte sich zu dem Blatt Papier und fing an zu schreiben.

Liebe Ruth,
fast schäme ich mich, Dir erst jetzt, in einem Zustand der Schwäche, hilfesuchend zu schreiben.
Die Erinnerung an den Aufenthalt bei Dir in Mexiko beinhaltet für mich nicht nur „lustige Zeiten“, sondern vor allem unsere starke geistige Kommunikation. Du hast sofort gespürt, wie empfänglich ich für derartige Dinge bin. Telepathie ist so ein blässliches Wort. Bei Dir wurde diese Form der Kommunikation rot, lebendig, sinnlich greifbar, und ich sehe Dich auch jetzt sehr lebendig vor mir, mit Deinen langen silbernen Zöpfen, das Gesicht voll mit schönen Fältchen. Ich habe Sehnsucht nach Deiner Nähe, Deiner Geborgenheit. Denn ich bin Opfer meines Empfindens, ich bin nicht mehr wie ich war, damals glaubte ich, meine Wahrnehmungen meistern zu können, jetzt bin ich verhext von einem Mann, der weit weg ist. Körperlich weit weg. Verzeih, ich bin so durcheinander, lebe in einer Zwischenwelt. Ich muss weit ausholen, um den Anfang wiederzufinden. Der Anfang, so hell, warm und weit entfernt scheint er mir. Ich erwische mich oft bei dem Wunsch, ein langes scharfes Rasiermesser an meiner Stirn anzusetzen und damit einen tiefen Schnitt durch die Mitte meines Körpers zu ziehen, um die Spur dieses Mannes aus mir zu reißen, die mir wie eine dunkle Masse den Platz zum Denken, den Atem und die Freiheit des Fühlens nimmt. Es klebt wie Fliegenpapier, und wenn ich versuche, ihn mit vernünftigen Gedanken aus meiner Innenwelt zu bannen, spüre ich fast körperlich die tausend Widerhaken, die er überall in mir hinterlassen hat. Die Erinnerung an ihn ist wie eine grauenvolle Nachgeburt, die ich nicht abstoßen kann, eine Nachgeburt, die wächst, bis ich an ihr platze. Entschuldige, ich klinge dramatisch. Ich will versuchen, meine Gedanken zu ordnen und mit dem Anfang zu beginnen.

Wie du weißt, bin ich von Hamburg nach London gezogen, und dieser Umzug war in jeder Hinsicht ein Erfolg. In meiner Arbeit wurde ich erfolgreich, ich fand die Wohnung, von der ich immer geträumt hatte, verwinkelt, doch luftig. Hell und klar, mir wunderschönem Licht, perfekt für meinen japanisch orientierten Stil. Das kleine helle Nest, das ich brauche, um mich mit meiner überspannten Wahrnehmungsfähigkeit immer wieder in einer kühlen Vertrautheit auszuruhen. Außerdem hatte ich auch bald eine Freundin, Sarah, gefunden.
Also, an diesem Morgen ging ich auf die Suche nach besonderen Schuhen für eine Modeproduktion, die King’s Road entlang. Mir fiel beim Gehen wieder einmal ein, wie schade es doch war, dass mein Freund Jonathan, der für mich immer London personifiziert hatte, nach Paris gezogen war, ohne dass ich seine Adresse ausfindig machen konnte.
Mein Herz fing plötzlich an, heftig zu schlagen, meine Gedanken und Gefühle bekamen ein schnelles Tempo, ich hob den Blick vom Boden und sah vor dem Hintergrund des blauen Himmels und hastig vorbeiziehender Wolken Jonathan mit einem breiten Lächeln vor mir stehen. „Clarissa, wow!“
Wir umarmten uns lange, die Menschen um uns flossen vorbei wie Wasser. Du weißt, ich bin Vorahnungen gewohnt, doch wenn eine Sehnsucht erfüllt wird, bedeutet es mehr. Es war Kismet. (…)

Auszug aus Christine Kaufmann – Liebesgefecht

Ostergewinnspiel 13  Comments

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Ostergewinnspiel

Ostergewinnspiel

Passend zu Ostern findet das Ostergewinnspiel statt. Zu gewinnen gibt es 10 x das neue Buch von Christine Kaufmann „Lebenslust – So kann ich mich jederzeit neu entdecken“. Die Bücher sind nicht nur handsigniert, sondern enthalten auch eine persönliche Widmung. Das Gewinnspiel läuft genau 24 Stunden und startet am 14.04.2014 um 12:30 Uhr und endet am 15.04.2014 um 12:30 Uhr.

Was muss ich tun um teilzunehmen?
Schreiben Sie einfach eine Email mit dem Stichwort „Ostergewinnspiel“ an info@christinekaufmann.eu und geben Sie Ihren Namen sowie Ihre vollständige Adresse auf. Jede vollständige Email gilt als Los. Pro Teilnehmer wird nur eine Email gezählt.

Wie erfahre ich, ob ich gewonnen habe?
Am 15.04.2014 nach Teilnahmeschluss werden mittels eines Losverfahrens die 10 Gewinner ermittelt und per Email benachrichtigt. Die Bücher werden dann schnellstmöglich nach dem Signieren verschickt.

Teilnahmebedingungen
1. Veranstalter der Aktion „Ostergewinnspiel“ ist der Christine Kaufmann Shop.
2. Teilnahmeberechtigt sind alle, die mindestens 18 Jahre alt sind und ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland, in Österreich oder der Schweiz haben. Nur Einsendungen mit vollständigen Adressdaten können gewinnen.
3. Laufzeit des Gewinnspiels: 14.04.2014 um 12:30 Uhr bis zum 15.04.2014 um 12:30 Uhr.
4. Gewinne können nicht in bar ausgezahlt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
5. Die Gewinner werden per Losverfahren ermittelt und per Email benachrichtigt.
6. Der Veranstalter ist berechtigt, Teilnehmer und/oder die Gewinner von der Aktion auszuschließen, wenn die Teilnehmer/Gewinner falsche Angaben machen und/oder gegen diese Teilnahmebedingungen verstoßen.
7. Die beim Gewinnspiel erhobenen personenbezogenen Daten werden ausschließlich zur Durchführung des Gewinnspiels erhoben.

Stand: 14.04.2014

Blog zum Buch One  Comment

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Buchcover zu "Lebenslust - So kann ich mich jederzeit neu erfinden"

Buchcover zu “Lebenslust – So kann ich mich jederzeit neu erfinden”

Die DVD ist ein “Geschenk” zum Buch und ist zwar in einem Studio gedreht worden, aber es ist eben keine “Profi” DVD, wo man nicht schwitzt und fern der Wirklichkeit ist und noch mal extra Geld zahlen muss. Meine Videos Zuhause finden großen Anklang und daran hatte ich mich orientiert.
Es sind einfache Übungen, kleine Bewegungen mit großer Wirkung.
Es tut mir leid, wenn sich viele am Ton stören, es ist mit einem normalen Mikro aufgenommen worden und der Verlag und ich sehen es als “Goodie” zu den Fotos.

Jetzt etwas zu den Kommentaren:
1.) Der Grund für dieses Buch zu diesem Zeitpunkt ist nicht, möglichst viele Bücher zu machen, sondern es ist im Rahmen meiner Arbeitsplanung das letzte Buch zum Thema Wohlbefinden und eine schöne Silouette. Ab Herbst spiele ich 2014, 2015 und 2016 wieder Theater. Dann erfülle ich mir einen Traum, ein Buch mit Erinnerungen, nur für meine Kinder, Enkel und Urenkel. Das ist dann kein Buch für die Öffentlichkeit, sondern nur für uns.

2.) Nichts, was in diesem Buch steht, ist vorher schon mal von mir geschrieben worden. Das Buch ist ein kompakter Ratgeber mit Themen, die sicher bald MAINSTREAM werden, ohne dass ich dafür Anerkennung kriege. So sind Mitochondrien eigentlich noch nicht als wichtiger Bestandteil von Wellness beschrieben worden.
In meinem ersten Buch “Körperharmonie” schrieb ich als erste über freie Radikale, und was schrieb damals der Stern? Ich hätte, wie alle Schauspielerinnen, einen Ghostwriter. Das tat weh und war ungerecht.

3.) Nun ist das Thema Lebenslust schon seit einiger Zeit mein Hauptanliegen, das Buch “Verführung zur Lebenslust” beschrieb alle philosophischen Aspekte und das neue alle körperlichen Aspekte.
Auch “In Schönheit altern” enthielt Information zum guten Altern, aber ohne Bilder, Rezepte und Zeichnungen.

4.) Apropos Zeichnungen: Wie kann es sein, dass jemand die schönen Zeichnungen als hässlich bezeichnet?
Das ist gehässig und vorallem Geschmacksache. In meinem Buch “Liebestöter auf vier Pfoten” wurden die Zeichnungen zu Recht über den grünen Klee gelobt.

Also, “Lebenslust” ist eine Art Vermächtnis, in dem zeitloses Wissen vermittelt wird. Es ist einfach, praktisch und informativ. Die Bilder sind nicht bearbeitet.
Die Aufregung über Körperhaare scheint eine weltweite zu sein, siehe den Artikel in der Daily Mail vom 9 März 2014. Immer mehr Leute sagen, was auch Inhalt dieses Buch ist: Warum sollen natürliche Dinge abstoßend sein?

Es geht um Mut, wilde Vernunft und warum das glücklich macht.
In diesem Sinne, viele Grüße
Christine Kaufmann